
Über mich – und meinen Unterricht
Mein Name ist Chantal. Als Kind bekam ich den Spitznamen Shanti. Damals wusste ich noch nicht, dass Shanti Frieden bedeutet und in zahlreichen hinduistischen Schriften verankert ist, wie in den Veden, Upanishaden oder der Bhagavad Gita. Vielleicht war es ein kleiner Wink des Universums.
Frieden mit mir selbst und mit den Herausforderungen des Lebens ist das Herzstück meiner Praxis und das, was ich weitergeben möchte. Denn für mich ist Frieden nicht nur ein Zustand, sondern eine Praxis. Es ist die Fähigkeit, inmitten von Herausforderungen Ruhe zu finden – sowohl in uns selbst als auch in der Welt um uns herum.
Durch Yoga habe ich gelernt, dass Frieden nicht von äusseren Umständen abhängt, sondern von innen kommt. Es ist die innere Balance, die durch regelmässige Praxis, Achtsamkeit und Selbstliebe entwickelt werden kann.
Wenn mich jemand fragt, wie ich zum Yoga gekommen bin, sage ich meistens: Eigentlich hat Yoga eher mich gefunden als umgekehrt.
Früher glaubte ich nicht daran, dass Dinge einfach passieren, wenn sie passieren sollen.
Vertrau dem Prozess – das klang für mich wie leeres Gerede. Ich dachte: Dinge passieren nur, wenn man hart dafür arbeitet. Doch inzwischen sehe ich das anders: Wenn wir uns wirklich auf etwas einlassen, unser Herz öffnen und Vertrauen entwickeln – in uns selbst und den Weg, den wir gehen – öffnen sich plötzlich Möglichkeiten, die wir nie für möglich gehalten hätten, und das Leben um uns herum verändert sich positiv. Vielleicht, weil wir uns selbst verändern und damit Raum für Neues schaffen.
Zu Yoga kam ich erst über Umwege. Mit 13 überlebte ich einen schweren Unfall. Zwei zertrümmerte Fersen, gebrochenes Becken und Schienbein, Unterarmfrakturen sind nur eine kleine Anzahl der körperlichen Verletzungen, die ich davon trug. Nach zahlreichen Operationen wurde die Reha für einige Monate zu meinem Zuhause. Nach Monaten im Rollstuhl durfte ich wieder gehen lernen. Doch die Ärzte prophezeiten mir, dass ich wohl lebenslang Beschwerden mit den Fersen haben werden.
Seitdem sind einige Jahre vergangen, und meine Füße tragen mich wieder überall hin: stundenlanges Tanzen, Joggen, Wandern – alles ist möglich. Nur meine Achillessehne ist nicht mehr ganz so flexibel, was mich bei manchen Asanas etwas einschränkt. Darum ist es mir ein Herzensanliegen, immer wieder zu erwähnen, dass Asanas individuell anpassbar sind. Und dass es beim Yoga darum geht, in sich hineinzuschauen, statt sich zu vergleichen oder unter Druck zu setzen. Jeder Körper ist anders, jeder erzählt eine andere Geschichte.
Yoga gewann erst Jahre nach meinem Unfall an Bedeutung. Die Praxis macht mich körperlich und physisch flexibler. Hilft mir, Stress abzubauen, mich selbst zu akzeptieren, mein Gleichgewicht zu finden. Seit meiner Ausbildung habe ich mich noch mehr in die Lebensweise verliebt. Mein Herz schlägt vor allem für Vinyasa und Yin Yoga. Vinyasa ist für mich wie ein Flirt mit dem eigenen Körper. Denn die fliessenden, fast tänzerischen Bewegungen, die mit der Atmung synchronisiert werden, verschaffen mir neben roten Wangen vor allem eins: Glücksgefühle.
Das sanfte und ruhige Yin-Yoga ist für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Yang-orientierten Vinyasa. Im Wechselspiel zwischen Kraft und Dehnung, Anstrengung und Entspannung, Yin und Yang, empfinde ich Gelassenheit und ein starkes Gefühl der Verbundenheit. Durch meine kraftvollen und dynamischen Yoga-Flows möchte ich dich dasselbe spüren lassen – ohne dabei Yin zu vernachlässigen. Um die lange Tradition beizubehalten, lasse ich in meinen eher westlich geprägten Unterricht indische Rituale wie Pranayamas, Mantras und Mudras einfliessen. Ich bin froh, Yoga immer wieder aufs Neue zu entdecken, und dankbar, diese Leidenschaft teilen zu dürfen.
Mit meiner Geschichte möchte ich dir Mut machen, dich auf Yoga einzulassen. Mut, die Unvollkommenheit zu akzeptieren, Mut, Fehler zu machen, Mut, dich selbst zu entdecken und zu wachsen. Durch den Einsatz von Blöcken, Bändern und anderen Hilfsmitteln möchte ich Yoga für alle zugänglich machen und sicherstellen, dass jeder die Unterstützung bekommt, die er braucht, um seinen eigenen Weg zu finden.
Yoga für alle zugänglich zu machen, bedeutet auch, finanzielle Barrieren abzubauen. Wenn du Unterstützung brauchst, sprich mich gerne an – wir finden eine Lösung.
Ausbildung und Zertifizierungen
Ich unterrichte verschiedene Yoga-Stile, die ich gerne auch miteinander kombiniere.
Hatha Yoga – Die Wurzel vieler Yoga-Stile
Hatha Yoga ist die Mutter vieler moderner Yoga-Stile und das Herz meiner Praxis. Es verbindet Atem, Bewegung und Achtsamkeit und ist der perfekte Einstieg, um den Grundstein für deine Yoga-Reise zu legen.
Vinyasa Yoga – Der kreative Fluss von Atem und Bewegung
Vinyasa Yoga ist aus Hatha hervorgegangen, bringt aber mehr Schwung und Kreativität ins Spiel. Hier fliessen Atem und Bewegung ineinander und machen die Praxis lebendig und dynamisch. Ideal für alle, die Yoga mit mehr Energie und Rhythmus erleben wollen.
Yin Yoga – In die Ruhe eintauchen
Yin Yoga ist das Gegenstück zu Vinyasa (Yang). Hier verweilst du lange in den Posen, um tief zu entspannen. Der Fokus liegt auf dem Bindegewebe und der inneren Ruhe. Yin Yoga hilft dir, Spannungen loszulassen, deine Flexibilität zu steigern und dich vollkommen zu entspannen.
Iyengar Yoga – Achtsamkeit in der Ausrichtung
Iyengar Yoga basiert auf den Prinzipien von Hatha, legt aber noch mehr Wert auf Präzision und Ausrichtung. Mit Hilfsmitteln wie Blöcken und Gurten kannst du die Posen individuell anpassen und stabilisieren. Perfekt für alle, die ihre Technik verfeinern und eine tiefere Verbindung zu ihrer Praxis aufbauen möchten.
Somatic & Trauma-Informed Yoga – Achtsamkeit in Bewegung
Somatic Yoga ist eine sanfte, bewusste Form von Yoga, die sich auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers (Soma) konzentriert. Im Gegensatz zu traditionellen Stilen liegt der Fokus auf langsamen, achtsamen Bewegungen, die dir helfen, Verspannungen und Blockaden zu lösen.
Somatic Yoga sowie Trauma-Sensitive Yoga sind wertvolle Ansätze, um die Auswirkungen von Trauma auf den Körper zu lösen, da Emotionen oft tief im Körper gespeichert werden. Durch langsame, achtsame Bewegungen können tief sitzende Spannungen und emotionale Blockaden gelöst werden.
Sound Journey – Entspannung durch Klang
Ein Sound Bath entführt dich in die Welt von Klängen und Vibrationen. Die Schwingungen können dabei helfen, den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und das Nervensystem ins Gleichgewicht zu bringen.
RYS 200 Hours Hatha, Vinyasa, Yin Yoga & Sound Healing
40 Hours Somatic Yoga Training
Soon: RYS 200 Hours Iyengar Yoga
